Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

BUND Olfen

Streuobstwiese

Der BUND-Olfen möchte mit seinen Obstwiesen  

  •   zum Erhalt alter Sorten beitragen
  •   frisches, unbelastetes Obst anbieten können
  •   das Landschaftsbild bereichern
  •   Pflanzen und Tieren Lebensraum bieten.     

Das Projekt Streuobstwiesen umfasst zwei Flächen von zusammen ca. 3300 qm. Seit Herbst 1997 betreut die BUND-Ortsgruppe Olfen diese Obstwiesen.

Die Wiese Benthof 1 liegt hinter der ehem. Schreinerei Wessels. Auf dieser wurden 16 Hochstamm-Apfelbäume, 1 Hochstamm-Birnbaum, 2 Hochstamm-Pflaumenbäume und 2 Walnussbäume angepflanzt.

Blühender Prinz-Albrecht mit Steinkauzkasten  (E. Hatebur)

An der Ostseite sind verschiedene Sträucher - Quitte, Hasel, Schlehe, Schwarzer Holunder, Feldrose und andere - angepflanzt. Im südlichen, feuchteren Bereich haben wir eine Senke ausgehoben. Hier entwickelt sich eine typischen Tümpelvegetation. Brombeeren, Himbeeren und Stachelbeeren laden zum Naschen ein. Im Norden wird die Obstwiese von einem Steinwall und einer Totholzhecke begrenzt. Dies ist der bevorzugte Lebensraum der Waldeidechse. 

Steinwall und Wallnuss  (E. Hatebur)

Auf der Wiese 1 unterstützen mehrere Bienenvölker die Bestäubung der Obstbäume. BUND-Mitglied und Imker Joachim Jung kümmert sich um die Bienen und vermarktet den Honig.  

Bienenstöcke auf der Streuobstwiese  (E. Hatebur)

Eine Greifvogelstange bietet Mäusebussarden einen guten Überblick über die Wiese.

Greifvogelstange  (E. Hatebur)

Seit einigen Jahren erleichtert uns eine Schwengelpumpe in Trockenzeiten die Bewässerung.

Schwengelpumpe  (E. Hatebur)

Die Obstwiese Benthof 2 gegenüber dem Haus Benthof 5 wird seit Frühjahr 1998 vom BUND betreut. Hier wurde ein Bestand von zwei alten Birnbäumen vorgefunden. Neu angepflanzt haben wir 16 Hochstamm-Obstbäume, davon 13 Apfel-, 1 Birn- und 1 Pflaumenbaum. Beerensträucher grenzen die Obstwiese zur Straßenseite hin ab. Eine  Schautafel informiert  über die Obstwiese 2 und erklärt die Zielsetzung des Projekts. In einem Bienenhotel bieten wir Wildbienen Brutmöglichkeiten.

Wildbienenhotel  (J. Kratz)

Die Obstwiese 2 liegt an einer beliebten Radlerstrecke. Passanten machen gerne an unserer Wiese Rast, informieren sich an unserer Infotafel, probieren Obst und Beeren und verweilen auf unserer Picknickbank. 

Picknick nach der Radtour  (E. Hatebur)

Für beide Obstwiesen haben wir alte Sorten bevorzugt, die von den Naturschutzbehörden für die Region Münsterland empfohlen werden. Es wurde auf eine große Vielfalt Wert gelegt, um Auswirkungen von Witterungsschwankungen und Schädlingsbefall entgegen zu wirken und um Besuchern unterschiedliche Geschmacksvarianten anbieten zu können.

Auf der nährstoffreicheren und zum Teil feuchteren Wiese 1 stehen daher die Apfelsorten Berlepsch, Dülmener Rosenapfel, James Grieve, Kaiser Wilhelm, Ontario, Roter Boskoop, Weißer Klarapfel, Prinz Albrecht, Rote Sternrenette, Roter Winterkalvill, Finkenwerder Prinzenapfel, Winterrambur und Glockenapfel. Bei den Birnen- und Zwetschgensorten sind es die Conferencebirne, die Hauszwetschge und eine Wangenheims Frühe.

Auf der Wiese 2 wachsen die Apfelsorten Goldparmäre, Ontario, Westfälischer Gülderling, Rote Sternrenette, Jakob Lebel, Geheimrat Dr. Oldenburg, Schöner aus Nordhausen, Rheinischer Bohnapfel, Gewürzluiken und Croncels, die Birnen Gellerts und Gute Luise sowie eine Ontariopflaume.

Die Wiesen werden 1 - 2 mal im Jahr gemäht, das Mähgut wird abgefahren. Dadurch entwickelt sich allmählich aus der vorher nährstoffreichen Weide in Obstwiese 1 eine artenreichere Vegetation. 

Finanziert wurde der Kauf der Obstbäume und des Pflanzmaterials überwiegend durch Übernahme von „Baumpatenschaften“ durch BUND-Mitglieder und weitere Förderer des Projekts. Wir führen alle Arbeiten ehrenamtlich durch und tragen die Kosten für Maschineneinsatz (Mahd und Abfuhr des Mähguts), für Pachtzins und für notwendiges Material. Als Materialkosten fallen vor allem die Kosten für Abzäunungen, Kauf von Sträuchern und Bäumen, Verbissschutz, Material für Schautafel und Bienenhotel an. Spenden sind hier natürlich immer willkommen.

Auf dem jährlichen Apfelfest im September informieren wir über unser Projekt, geben Tipps zur Anlage von Streuobstwiesen, zur Sortenwahl, zur Pflanzung von Obstbäumen und zum Obstbaumschnitt. Kostproben der einzelnen Apfelsorten  und daraus frisch gepresster Apfelsaft sollen zudem die Besucher von Qualität und Geschmack der Äpfel überzeugen.

Für Kinder ist die Hauptattraktion des Apfelfestes die Saftpresse, mit der sie durch Muskelkraft Saft herstellen, während die Erwachsenen sich am Kuchenbüfett mit ca. 40 verschiedenen Apfelkuchen erfreuen. 

Kontakt

Liesel Hatebur


Eichenstr. 9 59399 Olfen E-Mail schreiben Tel.: 02595-5780

Wiesenplan 1

Wiesenplan 2

BUND-Bestellkorb