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BUND Olfen

Chronik

Ein kleiner Exkurs in die Vergangenheit

Die Ortsgruppe Olfen besteht seit den 80er Jahren. Aktionen, die in Erinnerung blieben, sind Heckenpflanzungen, Errichtung und Betreuung von Krötenzäunen und die Pflege von Kopfweiden.

Anfang der 1990er Jahre wurde Müll und Müllverbrennung das wichtigste Thema. Als in NRW zahlreiche Müllverbrennungsanlagen gebaut werden sollten, darunter auch eine in Lüdinghausen, wurde vom BUND Olfen die "Aktion kontra Müll und Müllverbrennung Olfen" (AKMO) angestoßen. In zunächst vier Arbeitskreisen beteiligten sich dutzende interessierter Bürger, sammelten Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten der Abfallentsorgung, führten Informationsveranstaltungen durch und engagierten sich in mehreren Aktionen.

Radtour rund um Olfen zur Aktion "Mobil ohne Auto" 1996  (L. Hatebur)

Gegen die damals noch verbreitete Nutzung von Getränkedosen wandte sich die Aktion "Dosenfreies Olfen". Freiwillige sammelten in und um Olfen Berge von weggeworfenen Dosen. Die Getränkevertreiber wurden aufgefordert, Getränkedosen aus ihrem Sortiment zu nehmen. 

Müllsammelaktion zum Projekt "Dosenfreies Olfen"  (L. Hatebur)

In allen Olfener Lebensmittelmärkten hingen über den Käse- und Fleischtheken die BUND-Plakate "Wir befüllen ihre mitgebrachten Behälter". In der Lokalpresse erschienen regelmäßig Umwelttipps des Olfener BUND zur Müllvermeidung. Öffentliche Beachtung fand auch ein müllfreies Frühstück auf dem Marktplatz, zu dem die Bürgerinitiative die kommunalen Spitzenbeamten einlud.

Müllfreies Frühstück  (Ruhrnachrichten 1996)

Nach einer Unterschriftensammlung konnten dem Bürgermeister 2000 Unterschriften gegen Müllverbrennungsanlagen vorgelegt werden.

Ein weiteres umfangreiches Projekt in den 90er Jahren war der aktive Einsatz des BUND Olfen gegen den Bau der B474n.

An der Agenda 21 - Zukunftsfähiges Olfen - waren BUND-Mitglieder viele Jahre engagiert beteiligt. 

Mehrere Jahre lang bestanden eine Kindergruppe (BUNDstifte) und eine Jugendgruppe des BUND Olfen. Die Kinder lernten Natur und Wald kennen, bauten Nistkästen und beteiligten sich an vielen Aktionen.

Die Jugendgruppe beteiligte sich an den Aktionen der BUND-Gruppe, führte aber auch kreative eigene Aktionen durch zu Themen wie 10 Jahre Tschernobyl und  Mobil ohne Auto. Selbstgestaltete Umwelt-Plakate schmückten Olfener Schaufenster und Apfelsaftlieferung bis an die Haustür erfolgte per Fahrradexpress.

Saftexpress

Da alte Streuobstwiesen im Münsterland immer mehr verschwanden, wollte der BUND Anreize schaffen, diese Wiesen zu pflegen und zu erhalten. Zusammen mit dem BUND Lüdinghausen und weiteren Ortsgruppen wurde den Landwirten für die Anlieferung von Streuobstwiesenäpfeln ein attraktiver Preis angeboten. Die Mosterei Krings verarbeitete die Äpfel zu naturtrüben Apfelsaft. Die Vermarktung übernahmen die BUND-Gruppen.

Inzwischen werden die Äpfel beim Raiffeisenmarkt in Datteln angenommen und von der Firma Möller in Recklinghausen vermostet.

"Land unter"

1997 beschloss der BUND Olfen selbst zwei Streuobstwiesen am Benthof anzulegen.  

Seit 2002 wird hier jedes Jahr im September ein Apfelfest gefeiert, inzwischen mit vielen Gästen von nah und fern.                                                                

Bei Kaffee und Apfelkuchen oder einem Glas Apfelsaft werden Informationen rund um den Apfel ausgetauscht. Die Besucher lassen sich über die Wiesen führen und informieren sich am Bienenhotel oder bei den Bienenstöcken über das Leben der Wild- und Honigbienen.

Im Frühjahr ist die Streuobstwiese einen Nachmittag lang Treffpunkt für Gartenfreunde, die Stauden, Samen oder Jungsträucher tauschen möchten. Die Staudentauschbörse gibt es seit 2015 mit steigender Besucherzahl.                   

Obwohl die Pflege der Streuobstwiesen, die Ausrichtung von Apfelfest und Staudenbörse sowie die Vermarktung von Streuobstwiesen-Apfelsaft einen hohen Arbeitseinsatz erfordert, ist den BUND-Aktiven die Beteiligung an politischen Umweltaktionen, an überörtlichen Informationsveranstaltungen und an Kontakten zu anderen BUND-Gruppen wichtig. 

An den Demonstrationen "Wir haben es satt" in Berlin, bei den TTIP- und CETA- Demos in Berlin und Köln, den Braunkohle-Demos in Garzweiler und Bonn, den  Artenschutzkonferenzen in Münster und den Unterschriftensammlungen gegen Glyphosat nahmen unsere Aktiven teil. 

Regelmäßiger Kontakt zur Kreisgruppe des BUND und zu anderen Umweltinitiativen besteht durch

- die Teilnahme an den monatlichen Treffen der Kreisgruppe

- das gemeinsame Sommerfest von Nabu und BUND auf Kreisebene.

          

Auch nach fast 25 Jahren für Sie da:

Liesel Hatebur


E-Mail schreiben Tel.: 02595-5780

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